Das Stadtschloss Halle, erbaut 1899 als Villa Thumann mit angrenzender Remise, verbindet markante Außenwirkung, historische Räume und eine moderne, visuell starke Wohnung im Ober- und Dachgeschoss. Gelegen auf einem Felsen, ist es durch seine spektakuläre Architektur ein Highlight für jede Produktion – außen wie innen: Verschiedene Erker, Balkone, historische Einbauten und das rund 2.000 Quadratmeter große Außenareal bieten vielseitige Möglichkeiten, Projekte in Szene zu setzen.
Das Gebäude punktet mit einer filmreifen, räumlichen Aufteilung. Die Beletage auf ca. 250 Quadratmetern verfügt über eine repräsentative Empfangshalle mit Kamin, sechs Gesellschaftsräume mit mehreren Zugängen, einer imposanten Treppe und einem einzigartigen Bleiglasfenster. Im Souterrain, teilweise mit originalen Bodenfliesen, befinden sich weitere großzügige Räumlichkeiten für noch mehr Looks – auch ideal als Produktionsbüro, Maske, Garderobe.
Großzügige, offene Räume mit mehreren Zugängen. Verbindende Flügeltüren, Kamine und Erker. Parkett, Stuck und Galerie. Originale Einbauten mit Elementen der Renaissance, der gotischen Epoche und dem Einfluss des Jugendstils – historische Details für authentische Welten. Dazu: Viel Raum für visuelle Tiefen, Atmosphäre und Stimmungen.
Großzügige, meist offene Räume mit mehreren Zugänge, Deckenhöhen von 3,70 bis 7 Metern, Polygonalturm mit zwei Ebenen Glasfußboden, Glassteg, Stutzflügel, Küche, Badezimmer, markante Faltwerktreppe, Bibliothek und zinnen-eingefasster Dachterrasse (ca. 40 m²) – eine eigenständige, wandelbare Wohnwelt mit viel Raum für visuelle Umsetzungen.
Räumlichkeiten mit mehreren Zugänge, offene Grundrisse, vier Etagen, vielseitig nutzbare Nebenflächen: Das Stadtschloss Halle bietet historische Räume, moderne Filmwohnung, Remise, Souterrain und Außenareal in einem geschlossenen Ensemble.
Höhen:
– Bel Etage 4 bis 8 m
– Souterain ca. 3 m
– Filmwohnung 3,70 bis 7
Größen:
– 20 bis 60 m²
– freistehend
– Südseite sonnig, Nordseite teilweise verschattet
– Dachterrasse: Süden
– zwei Erker/Balkone: Westen
– kleine Terrasse: Osten
– mehrere WC
– Räumlichkeiten für Produktion
– Souterrain, Werkstatt und Lager
– Remise mit separater Wohnung
– Räume mit mehreren Eingängen, teilweise mit großen, ausklappbaren Verbindungstüren
– für kreative Blickwinkel
– 2.000 m² großes parkähnliches Außenareal mit Treppen, Höhle und eingefriedetem Rondel
– zusätzlich ca. 200 m² Garten der Remise
– Normalstrom, Wasser und Gas
– Starkstrom 16 A / 32 A
– Solaranlage und Ökostrom vorhanden. Technische Details nach Absprache
– bis zu 6 Stellplätze, weitere Parkmöglichkeiten im Umfeld
Die Location befindet sich in Halle (Saale) der größten Stadt Sachsen-Anhalts im Herzen Mitteldeutschlands mit perfekter Anbindung an Autobahn, S-Bahn, Tram. Das Stadtschloss Halle liegt zentrumsnah im Stadtteil Giebichenstein in einer ruhigen Nebenstraße.
Giebichenstein gehört zur Inneren Stadt Halles. Prägendes Wahrzeichen des Stadtteils ist die Burg Giebichenstein; zugleich liegt die Villa in unmittelbarer Nachbarschaft zum ehemaligen Solbad Wittekind.
S-Bahn: 300 Meter
Hauptbahnhof: 4,8 km
Flughafen Leipzig/Halle: 25 km
A14: 6,3 km
A9: 18 km
Leipzig: 40 km
Berlin: 170 km
Magdeburg: 84 km
Hannover: 220 km
Weitere Details zu Stromanschlüssen, Drehzeiten, Schutzmaßnahmen, Teamgröße, Ladewegen und Nutzung einzelner Räume klären wir projektbezogen.
Außenansicht, historische Räume und Filmwohnung – atmosphärischen Kulissen für Filmwelten
Spektakuläre Architektur: Auf einem Felsen thronend, allseits mit Zinnen bekrönt, geböschtem Porphyrsockel, Eckturm und dramatischer Untersicht, gehört die 1899 erbaute Villa Thumann zu den markantesten Beispielen des romantischen Burgenstils der Saalestadt Halle.
Halle im Jahr 1899. Der renommierte Architekt Fritz Schönemann hat Pläne für ein neues Bauvorhaben eingereicht, nun machen erste Details unter dem Großbürgertum die Runde. Soll ihnen – angesehenen und wohlhabenden Bürgern – tatsächlich zugemutet werden, zu einem Haus in ihrer Nachbarschaft aufblicken zu müssen? Zu prachtvoll, zu schlossartig seien die Entwürfe. Zu offensichtlich die Symbole, die auf die gesellschaftlich gehobene Über-Stellung des Eigentümers verweisen sollen. In Auftrag gegeben hatte das Vorhaben Unternehmer Heinrich Thumann. Jener hatte ganz genaue Vorstellungen von dem, was die Architekten zum Machbaren führen sollten: Erhaben auf einem Felsen inmitten eines repräsentativen Eckgrundstücks sollte sein Haus mit Turm und Zinnen die großbürgerlichen Villen des eleganten Viertels überragen, die vorgelagerte Remise, ebenfalls mit Turm und Zinnen, dem Anwesen zusätzlich den passenden romantischen Burgcharakter verleihen. Eine spektakuläre Inszenierung. Thumann setzte seine Pläne durch und schuf mit seiner „Burg“ das aufwändigste neugotische Unternehmerschloss der Saalestadt – in der gewollten dramatischen Untersicht. Und auch davon, dass sein Bauwerk einer allseitigen Zinnenumrandung würdig war, konnte der Bauherr mit Hang zur Symbolik letztlich die Stadtväter überzeugen.
Die Geschichte der Villa bleibt auch in den folgenden Jahrzehnten spannend. Ab 1945 wurde das Gebäude zeitweise von der Roten Armee genutzt, später vom Turn- und Sportbund der DDR. Repariert wurde pragmatisch, Versorgungsrohre durch Stuckdekore getrieben. Nach der Wende residierte hier der Landessportbund Sachsen-Anhalt; in dieser Phase spielte das Haus auch im Umfeld der Leipziger Olympiabewerbung für die Spiele 2012 eine Rolle.
Es folgten Jahres des Leerstandes. Und des Verfalls.
Im Damensalon der Beletage wurde bei der Entfernung fast unzähliger, fast zentimeterdicker Farbschichten des Stucks ein besonderes Detail entdeckt – die Marktkirche mit ihren Hausmannstürmen, eines der bekanntesten Wahrzeichen Halles. Das Motiv verbindet das Unternehmerschloss sichtbar mit der Stadt. Und macht deutlich, dass die historische Ausstattung nicht nur dekorativ gedacht war. Sie erzählt auch von Herkunft und dem Selbstverständnis lokaler Verankerung.
Detail aus der Stuckdecke des Damensalons
Während der Sanierung kamen historische Details wieder ans Licht. Vorher-/Nachher-Aufnahmen zeigen, was im Stadtschloss Halle freigelegt, gesichert und wieder sichtbar gemacht wurde.
Vor den Augen der staunenden Landbevölkerung bohrte das Unternehmen eines Visionärs aus Halle 1897 in Saalhoff ein Loch in die Erdoberfläche. Die Ergebnisse dieser ersten Bohrungen von Heinrich Thumann, die sich über insgesamt zehn Jahre streckten, sind nicht überliefert. Im Jahr 1907 gelang es ihm jedoch in Halle mit einer Bohrung so tief in das Erdinnere vorzudringen, wie es nie zuvor ein Vorhaben geschafft hatte.
Heinrich Thumann war Unternehmer, Tiefbohringenieur und Inhaber einer Tiefbohrgerätefabrik in Halle an der Saale. Seine Arbeit gehörte zu einer Branche, die im späten 19. Jahrhundert für Fortschritt, Industrie und die Erschließung verborgener Bodenschätze stand.
Zeitgenössische Unterlagen zeigen Thumann nicht nur als Auftraggeber großer Bohrprojekte, sondern auch als Entwickler technischer Lösungen. Eine Patentschrift des Kaiserlichen Patentamts von 1898 betrifft eine Verbindung an Freifallbohrern – ein Hinweis darauf, dass Thumann Bohrtechnik nicht nur anwendete, sondern weiterentwickelte.
Die Villa erzählt also nicht nur Architekturgeschichte. Sie ist auch Ausdruck eines Bauherrn, der technischen Ehrgeiz, unternehmerischen Erfolg und Sinn für symbolische Wirkung miteinander verband. Und Thumann der Genehmigung der Zinnen auf seiner „Burg“ würdig war.
Ob Motivprüfung, konkrete Produktionsanfrage oder Besichtigung: Wir freuen uns über eine kurze Nachricht mit Eckdaten zu Projekt, Zeitraum und gewünschter Nutzung.
Hilfreich sind vor allem Projektart, gewünschter Zeitraum, Teamgröße, Motivwünsche und besondere Anforderungen. So lässt sich schnell einschätzen, ob die Villa zum Vorhaben passt.
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© Stadtschloss Halle